Weg in Beruf und Politik
Politischer Werdegang
Seit 2019
Stadtbezirksbeirat für die Alternative für Deutschland in Leuben
Seit 2019
Stadtrat für die Alternative für Deutschland in Dresden
Seit 2021
Fraktionsvorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion
2019 – 2024
Mitglied des Aufsichtsrates der DREWAG Stadtwerke und der EVD GmbH
Seit 2024
Mitglied des Aufsichtsrates der SachsenEnergie AG
Seit 2024
Mitglied des Aufsichtsrates der SachsenNetze GmbH
Seit 2025
Mitglied des Deutschen Bundestags
Lebenslauf und Bildungsabschlüsse
1989
Geburt in Dresden
2008
Abitur am Hans-Erlwein-Gymnasium in Dresden
2008–2009
Grundwehrdienst beim Wachbataillon in Berlin
2010–2015
Ziviler Bundeswehrangehöriger mit Dienstorten in Mannheim, Aachen, Trier, Koblenz und Erding
2013
Bachelor of Engineering (Maschinenbau) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim
2015
Abschluss zum zertifizierten Gebäudeenergieberater und KfW-Baubetreuer
2015–2025
Projektberater und später Projektleiter für IT-Projekte beim Bundesamt für Ausrüstung, Information und Nutzung der Bundeswehr
2019
Diplom-Ingenieur für Maschinenbau an der Technischen Universität Dresden
Kindheit & Schulzeit
Als Sohn eines Handwerksmeisters wurde ich in der Vorwendezeit in Dresden geboren. Schon bevor ich das Laufen erlernen konnte, sammelte ich im Kinderwagen mit meiner Mutter 1989 die ersten Demonstrations-Erfahrungen in Leipzig. Leider kann ich mich heute nicht mehr daran erinnern.
Dank meines Vaters lernte ich früh, die Aussagen Anderer kritisch zu hinterfragen, mir immer auch entgegengesetzte Standpunkte anzuschauen und mir dann meine eigene Meinung zu bilden. Insbesondere im Hinblick auf die Lehrer sagte mein Vater immer: „Hör gut zu, was die Lehrer dir erzählen und merke es dir gut – glaube aber nicht alles.“
Was mein Vater damit meinte, wurde mir dann in der achten Klasse am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium vor Augen geführt, als ich ein aktives PDS-Mitglied als Geschichts- und Ethiklehrerin bekam. Das Zuhören und Merken hatte einige Schuljahre lang einigermaßen funktioniert. Als dann aber in subtiler Weise im Geschichtsunterricht Marx, Lenin, Stalin und später das DDR-Regime glorifiziert wurden, kam ich nicht umhin, dem Gesagten regelmäßig offen im Unterricht zu widersprechen.
Mit jedem Widerspruch sanken meine Noten bei dieser Lehrerin immer weiter. Und während letztendlich einige meiner Klassenkameraden bei der Antifa landeten, landete ich auf einem anderen Gymnasium und machte dort mein Abitur.
Bundeswehr, Studium & Beruf
Tief geprägt von der Erkenntnis, bei derartigen Angelegenheiten am „kürzeren Hebel“ zu sitzen, hatte ich zwar auch weiterhin meine festen politischen Ansichten, hielt mich jedoch mit derartigen Äußerungen zurück.
Die Wehrpflicht brachte mich zur Bundeswehr, genauer gesagt, zum Wachbataillon nach Berlin. Dort begleitete ich als Garde-Soldat regelmäßig Staatsempfänge des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und auch hin und wieder von Kanzlerin Angela Merkel mit den militärisch-protokollarischen Ehren.
In dem Bewusstsein, bei der Bundeswehr für die Werte meines Landes und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung einzustehen, beschloss ich nach dem Ende des Grundwehrdienstes noch bei der Bundeswehr zu bleiben. Das Studium zum Bachelor of Engineering bei der Bundeswehr ergänzte ich dann noch mit einem nebenberuflichen Fernstudium zum Diplom-Ingenieur für Maschinenbau.
Als ich 2019 mein Diplom erhielt, war mir allerdings schon klar, dass ich statt im Maschinenbau eher im Bereich Informatik und Digitalisierung meine berufliche Heimat gefunden habe. Als Projektleiter im IT-Bereich der Bundeswehr bin ich in meiner Heimat Dresden, genauer gesagt in Zschieren, sesshaft geworden und gründete gemeinsam mit meiner Frau eine Familie, die (bisher) zwei wunderbare Kinder hervorbrachte.
Erste Berührungspunkte mit der AfD
Erst nach der Landtagswahl 2014 bin ich auf die AfD aufmerksam geworden, weil ich mich fragte, wie es eine Partei schaffen konnte, aus dem Stand fast 10% der Wähler zu überzeugen. Insbesondere die Kritik an der europäischen Währungspolitik und die Wirtschaftskompetenz der damaligen „Professorenpartei“ beeindruckte mich und führte dazu, dass ich mich vertieft mit dieser Partei beschäftigte.
Die AfD war 2015 die einzige relevante Partei, die Kanzlerin Merkels gesetzeswidrige Politik der unkontrollierten Zuwanderung kritisierte. Überall in Deutschland entstanden in dieser Zeit Bürgerbewegungen – die AfD kristallisierte sich auch damals schon als Sprachrohr der Menschen auf Straße heraus. Während diese Menschen auf Straße von allen anderen Parteien als „Rassisten, Nazis und Wutbürger“ diffamiert wurden, transportierte die AfD deren berechtigte Sorgen, Nöte und Wünsche in die Parlamente.
Ich konnte mir damals nicht vorstellen, jemals einer Partei anzugehören oder überhaupt jemals etwas mit irgendeiner Partei zu tun zu haben – das änderte sich jedoch bei diesem Schlüsselmoment: Die AfD fand beim damaligen Gesetz zur Parteienfinanzierung eine Regelungslücke, mit der sie genauso wie die anderen Parteien, die Höchstgrenze der umsatzbasierten, staatlichen Parteienfinanzierung ausschöpfte – nämlich mit einem Online-Goldhandel.
Weil die damals so kleine AfD auf diesem Wege CDU, SPD und Co. die staatlichen Zuweisungen minderte, änderte die Bundesregierung 2015 kurzerhand das Parteienfinanzierungsgesetz. Regierungsparteien, die sich die eigenen Pfründe sicherten und per Gesetzesänderung die Konkurrenz beseitigten – hier hörte ich den Begriff „Altparteien“ das erste Mal. In meinem Gerechtigkeitsempfinden tief erschüttert, beschloss ich, hier nicht untätig zuzusehen. Ich begann, die Alternative für Deutschland durch meine Spenden finanziell zu unterstützen. Ich wollte so meinen Beitrag leisten, dass diese, durch die Bundesregierung verursachte, Ungerechtigkeit nicht das gewünschte Ziel erreicht.
Mein Weg in die AfD-Stadtratsfraktion Dresden
Nachdem ich zwei Jahre lang für die AfD spendete und gleichzeitig die Bürgerbewegungen auf den Straßen ihren Schwung verloren, obwohl deren Anliegen von der Politik konsequent ignoriert wurden, beschloss ich dann, selbst politisch aktiv zu werden. Statt jährlich nur Geld zu überweisen, wollte ich selbst an der politischen Meinungsbildung der AfD teilhaben und das Projekt AfD in Dresden auch mit meinen eigenen Ideen voranbringen. 2018 erhielt ich von der Mitgliedschaft dafür die Chance, als ich zum Wahlkreiskandidaten für meinen Heimatwahlkreis im Stadtbezirk Leuben/Loschwitz zur Kommunalwahl 2019 aufgestellt wurde. Ich erhielt aus dem Stand, als politisch Unbekannter die zweitmeisten Stimmen aller gewählten Stadträte in Dresden. Ich wertete dieses Ergebnis als Ansporn, meinen Wählern zu beweisen, dass dieser Vertrauensvorschuss gerechtfertigt war.
Seither setze ich mich dafür ein, dass politische Entscheidungen in Dresden nach der Maßgabe der Vernunft getroffen werden. Die Interessen und Wünsche der Menschen, die von politischen Entscheidungen betroffen sind, müssen bestmöglich berücksichtigt werden. Ich verfolge das Ziel, das Wachstum der Wirtschaft zu fördern und dabei gleichzeitig das permanente Wachstum des Verwaltungsapparates zu stoppen – denn je schlanker eine Verwaltung ist, desto mehr Freiheit haben die Menschen, selbst zu entscheiden, was gut für sie ist und was nicht. Ich kämpfe gegen staatliche Bevormundung und dafür, dass die Menschen selbstbestimmt Leben können. Auf kommunaler Ebene gilt das vor allem beim Geld: Deshalb ist und war es immer Grundsatz für mein politisches Handeln: Keine Steuer- und Gebührenerhöhung mit der AfD. Die Stadt hat auch so genug Geld – sie muss es nur sinnvoller ausgeben.
Mein Weg in die AfD-Bundestagsfraktion
Sowohl in meinem beruflichen Alltag in der Bundestagsverwaltung, als auch in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Stadtrat war ich immer wieder mit strukturellen Dysfunktionalitäten des Verwaltungsapparates konfrontiert. Dinge, die offensichtlich notwendig und oder zwingen erforderlich waren konnten nicht oder nur mit erheblichen Aufwand umgesetzt werden, weil es Regelungen gab, die eine einfache Umsetzung erschwerten. Sowohl in meinem beruflichen Alltag, als auch im Stadtrat lagen die Ursachen dieser Hindernisse beim Bundesgesetzgeber, also dem Bundestag. Gerade als Stadtrat gewann ich zunehmend den Eindruck, dass im Bundestag eine regelrechte Unkenntnis über die Herausforderungen bei den Städten und Gemeinden in Sachsen und Ostdeutschland herrscht.
Mit dem Anspruch und dem Ziel, in Berlin ein besseres Verständnis für die Sorgen und Nöte der kommunalen Ebene und für die Bürger in Dresden zu schaffen, entschloss ich mich für die Bundestagswahl 2025 in meinem Heimatwahlkreis zu kandidieren. Ich möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen von 29,4% der Dresdner Bürger bedanken – nur dank Ihrer Unterstützung kann ich jetzt in Berlin dafür kämpfen, das Dresden die Beachtung in Berlin findet, die unserer Stadt zustehen sollte.
Meine Arbeit in den Ausschüssen und Gremien im Bundestag
Haushaltsausschuss: Der Haushaltsausschuss ist bei vielen Entscheidungen des Bundestags der letztentscheidende Ausschuss für staatliche Ausgaben. Größere Ausgaben im Verteidigungsbereich, die Ausfinanzierung größerer Bauprojekte sowie die Projektauswahl bei Förderprogrammen werden hier entschieden. Bei allen Beschlüssen mit finanziellen Auswirkungen auf die Staatskasse wird der Haushaltsausschuss beteiligt. Ich bin Berichterstatter meiner Fraktion für den Etat des Bundesministeriums der Verteidigung sowie für das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunales.
Verteidigungsausschuss: Der Verteidigungsausschuss befasst sich mit allen Aspekten der Landes- und Bündnisverteidigung Deutschlands. Aufgrund meines beruflichen Hintergrunds liegt mein Schwerpunkt auf Ausstattungsvorhaben für die Soldaten. Ich setze mich dafür ein, dass sie bestmögliche Rahmenbedingungen vorfinden, um ihren grundgesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Dabei achte ich besonders darauf, dass der Charakter eines reinen Verteidigungsbündnisses gewahrt bleibt. Beschaffungsprojekte, die als potenzielle Aggression wahrgenommen werden könnten, sehe ich kritisch. Die Stationierung oder Entwicklung weitreichender Raketensysteme sowie die Beteiligung an atomaren, biologischen und chemischen Waffen lehne ich ab.
Stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung: Deutschland ist Mitglied zahlreicher internationaler Abkommen, in denen unter anderem die Ächtung von ABC-Waffen sowie von Antipersonenminen (Ottawa-Abkommen) festgeschrieben ist. Mein Ziel ist, dass Deutschland weiterhin als verlässlicher Garant für Abrüstung und Friedenssicherung auftritt. Regierungshandeln bei der Ausstattung der Bundeswehr und der Bündnispartner muss sich an diesen Verpflichtungen orientieren.
Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung: Dieser Ausschuss bündelt zentrale Rahmenbedingungen für die Digitalisierung und ist federführend bei Vorhaben zum Bürokratieabbau. Hier bringe ich die Perspektive Dresdens als bedeutenden Mikroelektronikstandort ein und nutze meine berufliche Erfahrung, um Ansätze für Deregulierung und effizientere Verwaltungsstrukturen einzubringen.
Beirat der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA): Die BImA ist das zentrale Liegenschaftsmanagement des Bundes. Im Zusammenhang mit den Aufwuchszielen der Bundeswehr liegt ein Schwerpunkt auf dem Erwerb neuer Liegenschaften, da in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Standorte geschlossen wurden. Auch für Behördenunterbringung, etwa beim Zoll, ist sie zentraler Ansprechpartner. Besonders in Ostdeutschland besitzt die BImA viele Waldflächen, teilweise kampfmittelbelastet. Ich setze mich dafür ein, dass die Beräumung dieser Flächen intensiviert wird.
Meine Vereinsmitgliedschaften

Dynamo Dresden 
Blau-Weiß Zschachwitz,
außerdem engagiere ich mich in mehreren lokalen Vereinen. Dazu gehören der Heimatverein Zschieren-Zschachwitz, der Förderverein der 65. Grundschule Dresden sowie der Verein „Dresdner Bürger helfen Obdachlosen und Bedürftigen“.

